Montag, 31. August 2015

Blue Lagoon 31.08.

Heute Nacht regnete und gewitterte es ziemlich stark und ich konnte nicht wirklich gut schlafen. Auch heute früh sah es nicht besser aus, alles grau und es regnete immer wieder. Dafür gab es Pancakes zum Frühstück, das erste Mal in diesem Urlaub, noch dazu mit Zimt und Zucker, da sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Wir saßen danach noch etwa bis halb 12 auf der Veranda bis wir endlich loskamen. Marian brachte uns zur Hauptstraße und wir fuhren mit zwei Taxis zur Blue Lagoon. Dort fragten wir nach unsrem Guide Mr. Fox, der natürlich frei hatte. Aber ein anderer rief ihn an und er versprach, sofort zu kommen. Wir gingen in der Zwischenzeit schon mal in der Lagune plantschen.  Mittlerweile war es auch wieder schöner und langsam kam die Sonne raus. Das Wasser in der Lagune war irgendwie ganz komisch, stellenweise warm, dann wieder kalt ohne erkennbares System.
Mr. Fox kam schon bald mit seinem Boot. Er schöpfte erstmal fleißig Wasser raus und wir hofften, dass es wirklich nur Regenwasser war... Es ging vorbei an ein paar großen Villen mit privatem Zugang zum Meer zum Monkey Island. Das ist eine winzig kleine Insel mit einem mini Strand, wo wir eineinhalb Stunden ganz allein waren. Wir bestiegen auch nacheinander den "Gipfel". Nur Affen gab es keine, dafür mussten wir auf den Fotos selber sorgen.
Nach ausreichendem Plantschen, Lesen und Nichtstun wurden wir wieder abgeholt und fuhren in die Lagune. Die ist über 60m tief, wir kamen zu einem Baum, der übers Wasder wächst und von dem man super springen konnte. Und schließlich noch zur Quelle. Dort war das Wasser kaum salzig, dafür aber nochmal kälter.
Danach brachte uns Mr. Fox wieder zurück und wir lagen noch ne Stunde odef so faul in der Sonne, die inzwischen von einem strahlend blauen Himmel schien. Danach wollten wir zur Straße zurück und ein Route Taxi nehmen, aber wir bekamen schon vorher ein unschlagbares Angebot. Und so fuhren wir im besten Auto bisher in die Stadt. Es beschwerte sich tatsächlich, wenn man sich nicht anschnallte! Auf der Suche nach etwas Essbarem liefen wir durch den Ort und kamen in einen etwas komischen Schuppen. Eigentlich gab es nichts vegetarisches, aber der Typ wollte mir was machen und verschwand erstmal zum Markt. Kurz darauf waf er zurück und ich bekam zum üblichen Reis-Bohnen-Mix eine Art Gemüsepfanne mit Karotte, Spinat und was weiß ich. War echt lecker. Danach fuhren wir mit dem Route Taxi zum Treffpunkt, wo Marian uns kurze Zeit später einsammelte.
Jetzt sitzen wir mal wieder auf der Veranda zusammen. Da Marian und Jessica den Laden hier morgen leider für ein oder zwei Tage dicht machen,  hab ich mir jetzt erstmal ein Hostel in Kingston gebucht. Aber ich werde zu 99% nochmal hierher zurück kommen und meine letzten Tage hier chillen.

Sonntag, 30. August 2015

Reach Falls 30.08.

Heute morgen wurde ich gegen 6 mit einem Klapps auf die Nase geweckt. Es war eine Babykatzentatze, die spielen wollte. Um 8 gabs Frühstück, Obst, Kaffee und Toast mit Butter und Erdnussbutter. Gegen zehn brachte Marian uns in seinen Jeep geschlichtet runter. Mit drei Taxis fuhren das Schweizer Pärchen und ich zu den Reach Falls. Ein echter Geheimtipp. Vor Ort erwartete uns schon unser Guide Byron, ein Freund von Marian. Wir liefen durch unwegsames Gelände bis zum Fluss. Es war echt genial und bisher das Highlight dieses Urlaubs. Liebe Cubamitreisenden, vergesst El Nicho! Wir waren komplett allein, nur später trafen wir noch auf zwei Franzosen. Es gab unzählige kleine Wasserfälle und türkisblaue Wasserbecken. Wir liefen von einem ins nächste, sprangen ins Wasser und  tauchten hinter Wasserfälle. Bei einem musste man wirklich dahinter reintauchen, dann kam man in eine winzige Höhle, in der zwei Mann sitzend Platz fanden und gerade noch der Kopf über Wasser war. Ne richtige kleine Kifferlounge.
Mit der Zeit wurde es slgar ein bisschen kalt, die erste AC-freie Gänsehaut seit Wochen. Wir liefen den Fluss immer weiter hoch bis wir zu den größten und offiziellen Wasserfällen kamen. Hier durften wir nicht rein, aber das war auch gar nicht so schlimm. Dort war es nämlich ziemlich voll, v.a. Einheimische verbrachten da den Sonntag. Auf dem Rückweg trafen wir noch auf eine ganze Familie, offensichtlich war heute Waschtag.
Zurück am Ausgangspunkt legten wir uns trocken und wurden mit Auto Nummer eins zur Straße gebracht. Dort mussten wir bestimmt ne halbe Stunde warten bis uns ein Route Taxi aufsammelte. Dann gings zurück nach Port Antonio. Um 5 trafen wir uns mit den anderen, die den Tag am Strand verbracht hatten. Wir gingen gemeinsam zum Abendessenin ein kleines Restaurant direkt am Wasser, das mal wieder einer Deutschen gehört. Es gab Sandwiches,  Burger, Fish and Chips usw. Sehr lecker. Auch die Moskitos kamen auf ihre Kosten. (Für was sind die eigentlich gut?!?) Satt und zufrieden fuhren wir mit dem Taxi zum Treffpunkt zurück, wo Marian uns abholte.
Jetzt sitzen wir wieder gemütlich auf der Veranda und lassen den Abend gechillt ausklingen.

Samstag, 29. August 2015

Weiter gehts nach Port Antonio 29.08.

Heute früh erwachte ich mal wieder tiefgekühlt, der Dauerkiffer hat wohl kein Temperaturempfinden mehr, hat heute Nacht komplett runtergedreht. Lustigerweise hat er sich aber das Bett ausgesucht, das von der AC durch eine Wand getrennt war. Äh ja, hallo Gehirnzelle sag ich da nur...
Ich drehte erstmal die AC runter und mich nochmal um. Um halb neun bin ich dann aufgestanden und raus zu Kaffee und Bananen. In der Zwischenzeit schafften es die Chemnitzer ihren Autoschlüssel in ihren abgeschlossenen Mietwagen zu befördern. Hoffe, sie haben ihn inzwischen wieder rausbekommen.
Um viertel 11 lief ich dann zum Transportation Center und fand gleich einen Minibus direkt nach Port Antonio. Leider war ich die erste, heißt, ich konnte mir zwar meinen Platz aussuchen, aber dafür dauerte es bis fast 12 bis wir loskamen. Dieses Mal saßen drei Jamaikanerinnen neben mir. Leider haben hier die wenigsten Modellmaße, im Gegenteil. Fastfood und Zuckerwasser zeigen deutliche Spuren und daher wars verdammt eng. Um halb zwei war die hupende Achterbahnfahrt dann zu Ende und ich durfte wieder raus. Ein ziemlich alter Rastaman ließ mich von seinem Handy aus Marian anrufen, den deutschen Besitzer meines jetzigen Hostels. Der war auch kurze Zeit später mit seinem Jeep da und los gings auf den Berg zum Germaican Hostel. Sehr geil! Blick übers Meer in zwei Richtungen und über die Stadt, total am Arsch der Welt, echt cool. Auch innen ist alles sehr schön chillig. Den Nachmittag verbrachte ich dementsprechend entspannt auf der Veranda. Am frühen Abend nahm mich Marian nochmal mit in den Ort auf den Markt, wo ich nen Berg Salatzutaten einkaufte. Zurück im Hostel gab das ne geile Schüssel voll mit Gurke, Tomaten, Paprika, Zwiebel und Avocado. Dazu das geilste (wehe jemand lacht): Olivenöl, Balsamico und die Kräutermischung aus meinem Rucksack, abgefüllt in Filmdose und Petlinge, zur Not kann ich also noch ein paar Caches verstecken. War definitiv der beste Salat, den ich jemals im Backpackerurlaub hatte!!!
Jetzt sitzen wir alle gemütlich auf der Veranda, es regnet leicht, vorhin hat es mal ordentlich gewittert. Insgesamt sind wir zu elft, die zwei Hostelbesitzer, acht Deutsche, Ösis bzw Schweizer und eine Engländerin. Die ist allerdings verschollen. Dazu drei Hunde und eine kleine Katzenmama mit zwei Jungen, alle graugetigert und supersüß! Jetzt gibts wohl gleich mal ne Runde Uno, gerade wird über die Regeln gestritten, wie halt immer ;-)

Und mal wieder Wasserfälle 28.08.

Für heute war ich mit zwei Mädels aus dem Hostel zum Blue Hole verabredet. Ich stand gegen 8 auf und trank erstmal einen Kaffee auf dem Hostelhof und frühstückte zwei Bananen. Gegen elf zogen wir dann los, allerdings nur Alejandra aus Chile und ich, weil Kalin Ohrenschmerzen hatte und lieber erstmal zum Arzt ist. Wir liefen zum Transportation Center, wo wir auch gleich ein shared Taxi fanden. Wir warteten wie üblich bis es randvoll war und waren dann 25 Minuten später dort. Eigentlich war es so ähnlich wie der El Nicho, nur war nicht so viel los. Unser Guide lotste uns durch die Gegend, zeigte uns, von wo wir springen konnten und knipste fleißig Fotos. Zur Abwechslung mal mit dem Handy, das ist wenigstens wasserfest!
Meine Highlights waren zum einen die unterirdische Rutsche. Man musste mit den Füßen voran in ein Loch steigen, in das ein kleiner Wasserfall stürzte und drauf vertrauen, am anderen Ende wieder rauszukommen. War schon etwas strange beim ersten Versuch, beim 2. hats aber richtig Spaß gemacht. Das zweite Highlight waren für mich die Lianenseile. Unser Guide demonstrierte gleich mal einen formvollendeten Salto. Beim dritten Versuch hatte ich aber auch den Dreh raus, abspringen, schwingen, Beine hoch, im richtigen Moment loslassen und mit nem sauberen Köpfer eintauchen. Hat leider wieder niemand gefilmt...
Am Ende chillten wir noch etwas in ein paar Autoreifen.
Danach setzte uns unser Guide an der Straße wieder in ein Auto, wenn auch kein Taxi, das uns in den Ort zurück brachte. Wir nahmen uns noch einen frischen Saft mit und gingen zurück ins Hostel. Alejandra musste heute noch weiter. Danach wollte ich nochmal durch den Ort und den Tourimarkt schlendern, aber das ist hier nicht wirklich ein Spaß. Sind einfach unglaublich aufdringlich, die Verkäufer sowieso, aber auch jeder Typ auf der Straße "wanna talk to you, only one minute!" Ja nee, wers glaubt. Und selbst wenn man mit jedem nur eine Minute sprechen würde, es nimmt ja kein Ende. Das kapieren die hier nur leider nicht, genauso wenig wie genervtes Kucken.
Also holte ich mir schnell ne Cola, einen Schokocookie und was vom Asiamann nebenan und ging zurück zu einem frühen Abendessen ins Hostel. Inzwischen hab ich zwei neue Mitbewohner, ein netter Argentinier und ein unidentifizierbarer Dauerkiffer, der bisher noch kein Wort rausgebracht hat, dafür aber locker drei Joints in seinem Bart verstecken kann. Ich saß also mal wieder im Hof, als die fünf anderen deutschen auftauchten und mich gleich mal auf ein Bier einluden. Wurde dann noch ein lustiger Abend,  wobei es nicht bei einem Bier blieb. Dafür ist meine Entscheidung jetzt einfacher, ich werde einen jamaikanischen Rum mit heimnehmen. Irgendwie ist der Havanna Club jetzt nämlich halb leer. Keine Ahnung wo der hin ist...
Ach ja, falls ihr euch wundert wieso es keine Bilder gibt, die Blog App versteht sich leider nicht mit dem Fotoformat meines Handys. Falls ich es hinkriege, werden welche folgen...

Donnerstag, 27. August 2015

Chillen in Ocho Rio 27.08.

So, die erste Nacht im Hostel liegt hinter mir, eigentlich ganz gut, waren nur 4 Leute im Dorm, es war ruhig und die AC so eingestellt, dass auch ich damit leben konnte. Sogar ohne Decke. Natürlich war ich trotzdem als erstes wach und saß um acht im Hof. Bisschen TripAdvisor studieren, was man hier machen muss und so. Um neun ging ich zunächst zum Supermarkt mich eindecken mit Milchbrötchen, Nüssen und Obstsalat aus der Kühltheke. Wie bei unsren Asiasupermärkten zu Hause. Sobald ich in einem Hostel mit Küche bin, mach ich mir Salat, die wichtigsten Zutaten gibts hier alle und der Balsamico samt Kräutermischung liegt im Rucksack...
Dann bin ich direkt zum Strand. Schon komisch hier, die sind alle abgesperrt und man muss Eintritt zahlen. Oder man holt sich ein Freeticket im Hostel. Der Strand ist keine 100m weg. Ich war um halb 10 die allererste dort! Ich suchte mir ein Plätzchen mit Schatten für später und richtete mich auf meinem Handtuch mit Kindle ein. Und schon kamen eine jamaikanische Großfamilie, schnappte sich einen der Picknicktische und stellte ihn keine 3m von mir entfernt auf! Ungelogen, direkt neben mir. Wie gesagt, bis zu dem Zeitpunkt war der Strand restlos leer (und auch später war nur wenig los, jeder hätte seinen eigenen Baum haben können...) So machte ich mich kurze Zeit später davon weiter hinter, wo immer noch niemand war. Da blieb ich dann auch die ganze Zeit fast ungestört. Nur ein Jamaicaner kam, der nervte dafür richtig und merkte es nicht. Eine Stunde lang... Trotz der Versicherung, dass ich kein Interesse an ihm habe, einen Freund in Deutschland hätte und kein Interesse an einem in Jamaica... Irgendwann haute er dann doch mal ab. Voll der Stress hier!
Danach hatte ich meine Ruhe bis ich gegen halb 4 genug hatte. Es sah mal wieder nach Gewitter aus und ich musste zum Wäschewaschen. Hier gibts ne Laundry zum Selberwaschen. Wäre ideal für uns drei in Kuba gewesen, Festpreis egal wie viel man wäscht und die Maschine war riesig! Also kam alles rein, was ansatzweise dreckig war und ich nicht anhatte... Eine Stunde später war es trocken und sah zumindest oberflächlich sauber aus. In der Zwischenzeit gabs für mich ein leckeres Eis. Mit einigen nervigen Jamaicanern. Ich weiß jetzt sicher, Kubaner sind mir lieber! Die sagen nur die ganze Zeit xsss, linda oder beautiful, aber das wars. Jamaikaner sind viel aufdringlicher und hören nicht auf die hinterherzulaufen, auch wenn du nicht auf sie eingehst. Muss wohl noch energischer werden...
Danach gings zurück ins Hostel. Mein Dorm ist leer, scheint als hätte ich ein Einzelzimmer. Dann holte ich mir was zu essen von nem japanischen Fastfoodstore nebenan. Die haben dort verschiedene Gerichte, die in eine Thermobox geschaufelt werden, je nach Hunger wählt man die Größe. Ich hatte gebratene Nudeln mit Gemüse und frittiertem Fisch, war echt gut und für 3 Euro auch ganz günstig. Und ich war pappsatt.
Jetzt sitze ich mit drei anderen vor dem Hostel, wirklich viel machen kann man nicht hier. Eine Belgierin, eine Chilenin und ein offensichtlich dauerbekiffter Deutscher. Zumindest gehen die Augen kaum mehr auf :P Die beiden Mädels sind echt ganz nett, morgen fahren wir wahrscheinlich gemeinsam zum Blue Hole.

Mittwoch, 26. August 2015

Hasta luego Cuba, Welcome to Jamaica 26.08.

Der Kampf ging am Ende unentschieden aus, auf meiner Seite standen eine tote Mücke und eine matschige Kakerlake. Die sind hier aber auch etwas doof... Macht gar keinen Spaß die zu jagen.
Heute früh klingelte um 2.45 der Wecker, um 3 stand das Taxi vor der Tür, eine halbe Stunde später war ich am Flughafen. Hm, von wegen 4h vorher da sein, für Copa gilt das schon mal nicht... Um 4 öffneten dann endlich die Schalter, die Kubaner und ich standen zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich in Reih und Glied. Anstehen können sie. Zu dieser frühen Stunde ging alles recht schnell, auch die Passkontrolle usw, war einfach das 3. Flugzeug des Tages. Um halb 7 hoben wir pünktlich ab 2,5h später landeten wir in Panama. FREE WIFI!!! Krasses Gefühl ;-) Und das 1. Mal Whatsapp seit über drei Wochen. Bin sehr stolz auf mich!
Pünktlich gings weiter und um halb 12 Ortszeit landete ich in Montego Bay Jamaica. Nochmal eine Stunde hinter Kuba, also 7h hinter deutscher Zeit. Auch hier kam ich schnell durch. Kurz nach 12 war ich draußen, deckte mich mit US und jamaikanischen Dollars ein und fand ein halbwegs günstiges Taxi zum Transportation Center. Von dort starten unzählige Minibusse in alle Richtungen. Ich fand auch prompt eines nach Ochos Rios. Um eins war er voll und wir starteten. Voll heißt hier echt voll. Der Bus hatte 12 Plätze, also passen 15 Personen rein. Ich verabschiedete mich von meinen Füßen,  die fand ich erst knapp 2h später beim Aussteigen wieder. Standen ordentlich unter meinem Sitz, wo ich sie geparkt hatte! Die Fahrt war echt mal krass, kein Vergleich zu den leeren Straßen Kubas, hier wird gedrängelt und gehupt, unser Fahrer kannte nur Vollgas und Vollbremsung. Höchstgeschwindigkeit auf Jamaica ist 80, unsere Tachonadel hielt sich aber mehr zwischen 100 und 120 auf. Meine Füße freute das, so konnten sie eher wieder bei mir sein! Dafür kostete mich der Spaß auch nur umgerechnet knapp 4 Euro.
Ich konnte direkt in der Nähe vom Hostel aussteigen. Hier bin ich nun im 6er Dorm im Reggae Hostel. Echt ganz nett, ca 200m vom Strand und zentral in dem Miniort hier. Hab dann erstmal ne Runde gedreht hier. Gibt nicht viel. Jamaikaner sind irgendwie ganz anders nervig als Kubaner. Weiß noch nicht was ich bevorzuge. Hier sind sie wohl noch mehr auf Geld aus. Wollte mir eine doch ein Fußbändchen aus Plastikperlen andrehen für über 10 Euro. Ich meine hallo, bin ich bescheuert, nur weil ich Touri bin?!? Ansonsten ist auch alles deutlich teurer als auf Kuba.
Mein Weg führte mich auch in den Supermarkt, dessen Auswahl mich an kubanischen Verhältnissen gemessen erstmal komplett umhaute. Ich stand bestimmt 5 Minuten vor dem Wasserregal und konnte mich nicht entscheiden!
Als ich zurück kam, war auch das halbe Hostel wieder da. Mit mir im Dorm ist noch ein deutscher Student, der vorher auch auf Kuba war und ein Brasilianer, der deutsch spricht. Zum Abendessen holte sich jeder was von draußen und wir aßen alle im Hostelhof. Bei mir gabs was, was es 3,5 Wochen nicht gab: Fischburger und Pommes vom BurgerKing! Jetzt ist es ungefähr so wie man sich Jamaica vorstellt. Der Rum fließt, es läuft Reggae im Hintergrund und es riecht auch stark nach Jamaica... Bei mir macht sich aber der Schlafmangel bemerkbar, werde mich jetzt mit meinem Kindle in mein Stockbett begeben...

Letzter Tag Havana 25.08.

Heute morgen stand ich um acht auf. Ich packte, da ich leider umziehen musste. Hatte verpeilt, rechtzeitig drei Nächte zu buchen. Musste aber nur in die Nachbarwohnung zu Anas Neffen. Ebenfalls sehr schön hier. Da nun niemand mehr da ist, der auf sein Frühstück besteht, konnte ich das heute ausfallen lassen. Ana machte mir einen Kaffee und steckte mir zwei Bananen zu, als ich ihr sagte, ich wolle später auf der Straße etwas Obst kaufen. Sie ist halt einfach die beste!
Ich lief los in Richtung Capitol, wo ich in einen Hop on hop off Bus stieg. Einer dieser Cabriodoppeldecker. Für 5 Cuc kann man den ganzen Tag rumfahren. Los gings den Malecon entlang, vorbei am Plaza de la Revolución und weiter Richtung Westen. Der Bus fuhr tatsächlich bis nach Miramar, wo ich vor 5 Jahren im Hotel und in der Sprachschule war. Nachdem Gipsy alle Haltestellen gespeichert hatte, steig ich am Rückweg bei dem berühmten Friedhof aus. Einer dieser typisch lateinamerikanischen mit viel Marmor, Statuen und ganzen Gemäuern. Hier startete ich eine kleine Cachetour, weiter gings zu John Lennon, der ganz gechillt auf einer Parkbank sitzt und dann wieder zu Fuß zurück nach Miramar. Waren insgesamt locker 12 bis 15km, die ich zu Fuß zurücklegte. Zwischendurch gabs ein echtes und leckeres Baguette in der Pan.com-Filiale, in der wir immer unsre Schulpausen verbracht hatten. Die Schule selber habe ich leider nicht gefunden. Entweder sie ist verschwunden oder einfach nicht an dem rot markierten Punkt in meinem Lonely Planet :-(
Irgendwann war ich dann durch und lief zur nächsten Haltestelle. Ein zahnloser kubanischer Opi textete mich zu, leider war er so gut wie unverständlich. Mit dem Bus fuhr ich dann wieder nach Vedado, wo ich nochmal einen Cachestopp machte und etwas herumlief. Dann gings auf die letzte Etappe zurück nach Havana Vieja. Es war inzwischen früher Abend und ich beschloss, vor dem Essen nicht mehr heimzugehen. Das ausgesuchte Restaurant existierte mal wieder nicht. Mein Plan, noch die zwei nötigen Postkarten zu kaufen, scheiterte ebenfalls, es gab keine! Anscheinend dürfen die Souvenierläden wieder mal keine verkaufen. Ständig habe ich irgendwo welche gesehen, aber wehe, man braucht mal welche...
Immerhin bekam ich noch meine Flasche Rum, Havanna Club Añejo Especial, 1 Liter für gerade mal 8 Cuc. Dann entschied ich mich für ein empfohlenes Restaurant im Barrio Chino, dem chinesischen Viertel. Gute Wahl. Das Essen war lecker und am Nachbartisch saß ein netter deutscher Backpacker, der mich gleich mal zu sich rüber winkte. Er bestätigte genau das, was ich auch vermutet hatte. Hier ist es sauschwer andere Backpacker kennenzulernen. Durch die Casas lernt man zwar leicht Einheimische kennen, aber die typischen Treffs in der Hostelbar fehlen einfach. Somit ist meine Entscheidung für Jamaica wohl nicht die schlechteste.
Nach dem Essen ging ich dann zurück zur Casa. Ich duschte und packte um, so dass ich startklar zum Abflug bin. Momentan kämpfe ich noch gegen zwei Moskitos in meinem Zimmer. Leider liegen sie gerade in Führung. Wollte mich zum Schlafen eigentlich nicht von Kopf bis Fuß mit Deet einschmieren...
Gleich gehe ich nochmal zu Ana rüber mich verabschieden. Dann versuche ich so bald wie möglich zu schlafen, um drei steht das Taxi vor der Tür...